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Donnerstag, 26. Februar 2015

Das geheime Zirkeltraining der Hefebakterien

Das Leben eines kaltgeführten Germteiges ist ein Spezielles. Noch in der ersten Nacht döste meine zukünftige Pizza-Unterlage im Kühlschrank ohne sichtbaren Mucks vor sich hin. Aber am zweiten Vormittag traute ich meinen Augen nicht: Mein Teig war aufgewacht, und hatte sich auf die Socken gemacht. Dabei wurde gar nicht übermäßig viel Hefe verwendet, auf einen Kilo Mehl cirka 20 Gramm. Wenn es den Hefebakterien zu kalt wird, beginnen sie offenbar ein geheimes Zirkeltraining. What shalls! Ein kaltgeführter Pizzateig eignet sich optimal für eine Aufbewahrung, und kann bei gut gekühltem Zustand über einige Tage lang verwendet werden. Sofern er sich nicht zu weit vom Kühlschrank entfernt hat, und für seinen Herrn außer Rufweite ist. Wie etwa einmal bei meiner Großmutter, als er sich bereits über das Balkongeländer drüber weg gemacht hatte. So far, so good, so what!

Servas die Madln, was gibt es Neues ...

Ausgespäht und drübergelappt.

Und dieser Anblick erwartete mich beim Öffnen des Kühlschranks.

Freitag, 20. Februar 2015

Der Pesthauch der individuellen Identität

„Egozentrischen Argumentationen muss der Pesthauch der individuellen Identität genommen werden!“
Das war einer seiner Standardsätze. Als er diese Wortgranate einmal in einem bayrischen Braugasthof mit donnerndem Tonfall, begleitet von einem die Luft nach oben durchbohrenden Zeigefinger, in den Raum geschleudert hatte, erzitterte bei den abendessenden Gästen die Gabel vor dem offenen Mund. Monika liebte ihren Mann, aber wenn er auf Drogen war, konnte er unerträglich werden. Diesmal war es wieder soweit. (Textfragment aus meiner Kurzgeschichte "Der rote Joachim").


Sonntag, 15. Februar 2015

Ein Zebra-Hocker sorgt für Entwirrung

Mit Hilfe eines Zebra-Hockers: So kann der ursprünglich naturfarbene Baumwollspagat nach der Handfärbung wieder "aufgesponnen" (wenn man nur alleine ist) und anschließend wieder zu einem Knäuel zusammengerollt werden. Färben tun wir mit Dylon Textilfarbe. Das Färben selbst nehmen wir in Kübeln vor, wobei wir den Knäuel zuerst aufrollen, und ihn dann lose zusammenlegen. Das genaue "Aufspinnen" nach dem Trocknen ist wichtig, denn sonst hat man bald ein vollkommenes Durcheinander. Einmal habe ich nicht sauber aufgewickelt, sondern in der Badewanne einfach versucht, die Stränge nach eigenem Gutdünken zu entwirren. Das ging schief, ich brauchte eine Stunde, um aus dem Labyrinth zu entkommen ;)

Ein Zebra-Hocker sorgt für Entwirrung.


Mit Dylon Textilfarbe gefärbte Spagatknäuel.

So wurden die Knäuel für das Färben vorbereitet.

Dienstag, 10. Februar 2015

Wenn die Ziegen ins Tal getrieben werden

Bei uns in Tirol sind es meistens die Schafe und Kühe, die wegen des bevorstehenden Winters in das Tal gebracht werden. In Italien haben wir das im vorigen Dezember mit Ziegen erlebt. Bei unserem Aufenthalt in Bordo musste ich einmal nach Villadossola etwas Proviant einkaufen fahren, und bei der Rückfahrt auf den Serpentinen über der Stadt deutete mir eine Schäfer-Eskorte mit dem Auto links ranzufahren. Dann kamen sie, die Piemont-Ziegen. Wie man auf dem Foto erkennt, war es ein wunderschöner Tag bei Temperaturen um den Nullpunkt. Zwei Tage vorher hatte es im Antrona-Tal geschneit. Auch wenn der Schnee die Herde überrascht haben sollte: auf den Hängen sind die Temperaturen bei Sonneneinstrahlung doch gleich um einige Grad wärmer, und der Schnee schmilzt rasch dahin. Im Jänner habe ich im Internet recherchiert, gab es dort allerdings doch etliche Kälteeinbrüche mit mehr Schnee als die zwei Zentimeter im Dezember. Gut also für die Ziegen, dass sie den Heimweg angetreten sind.

Wenn die Ziegen ins Tal nach Villadossola getrieben werden.

Dienstag, 3. Februar 2015

Wandteppich als gemütliches Wohnaccessoire

Es müssen nicht immer Tapeten, Bilder oder ausgefallene Deko-Utensilien sein, die kahle Wände lebhaft oder gemütlicher machen. Dazu kann auch ein schöner Teppich dienlich sein, wie dieser hier auf dem Bild. Diesen haben wir an der Sitzfront bei der Küchenwand angebracht – und siehe da, schon wirkt der Raum heimeliger und wärmer. Vielleicht noch eine dezente Beleuchtung dazu, und dann kann man abends mal fein eine Tasse Tee in ansprechender Küchen-Atmosphäre schlürfen. Vorzugsweise vielleicht mit Blick auf den Teppich ;)

Ein Teppich sorgt in unserer Küche für Behaglichkeit.

Freitag, 30. Januar 2015

Kamingespräch mit Frisk Nakke-Autor auf der Landecker Schihütte

Man hat ja nicht immer Zeit, und außerdem ist sie im Winter auch meistens belegt – die Schihütte vom Schiklub Landeck. Also ist Spontanität gefragt. So habe ich mich am Mittwoch kurzfristig nach Absprache mit unserem Obmann entschlossen, der idyllisch im hochgelegenen Urgtal dahin träumenden SKL-Hütte mit einer Stipvisite aufzuwarten. Anders kann ich dieses Unternehmen nicht nennen, denn nach einer Nacht musste ich berufsbedingt am Donnerstag schon wieder ins Tal. Auch die ersten angemeldeten Gäste trafen am Vormittag bereits ein, darunter ein junger Norweger. Wir kamen gleich ins Gespräch, und saßen rund drei Stunden bei prasselndem Ofenfeuer und Schneetreiben zusammen und plauderten, intensiv vor allem über das Schreiben. Denn während ich vorwiegend im Journalismus zu Hause bin, gründete Lennart mit einem Kollegen in Bergen einen Verlag, der Fitnessbücher herausgibt. Einer der Autoren davon ist Lennart selbst, der mir in Umrissen die interessanten Marketingstrategien und nicht zuletzt damit verbundenen tollen Verkaufserfolge seines neuen Werkes "Frisk Nakke" erklärte. Ich lauschte gespannt seinen Erläuterungen, die mir auch für eigene PR-Maßnahmen äußerst hilfreich erschienen. Mittlerweile könne er von seiner Arbeit als Fitness-Buch-Autor leben, und das gar nicht schlecht. Derzeit arbeitet er von Berlin aus, sein Deutsch war beeindruckend gut. Gemeinsamkeiten nicht nur in schreibender, sondern auch in geografischer Hinsicht, kamen bei unserem Gespräch auch zu Tage. So studierte Lennart bis zum Jahr 2006 in Trondheim, wo wir zwei Jahre später nach unserem Schweden-Urlaub kurz Station machten. Leider musste ich am Nachmittag relativ früh aufbrechen, denn es hatte zu den vorhandenen 40 Zentimeter frische 20 dazugeschneit. Natürlich habe ich mir von Lennart noch ein paar "frisk" Tipps bezüglich Nacken-Training geholt. Heute habe ich sie zum ersten Mal ausprobiert, und ich stelle fest: tip top! Meinem Nacken geht es hervorragend! Danke, Lennart!

Links zur Arbeit von Lennart:
www.nakkebok.no
www.ryggbok.no

Träumerisch: die Landecker Schihütte. Minus zehn Grad bei der Ankunft um 15:54 Uhr.

Ich wandere gerne auf frischverschneiten Hängen und Wegen.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Schnee im Osten und Schnee im Westen

Nun ist es doch noch einmal richtig weiß bei uns geworden! Es ist die erste echte Winterstimmung, die hier im Tal aufkommt – und so hoffen manche: nicht die letzte. Denn was ist schon ein Winter in Tirol ohne Schnee? Na? Fad! PS: die beiden Bilder sind von unserer Wohnung aus aufgenommen und zeigen einmal den Landecker Bahnhofsbereich mit Blick auf Zams gen Osten, und einmal den Blick nach Westen, wo es im Hintergrund ins Paznaunertal (Ischgl) und ins Stanzertal (St. Anton) reingeht. Und dort wird es sich nun auf den Pisten abspielen – Powder!

Blick nach Westen.

Blick nach Osten.

Montag, 26. Januar 2015

Ein Knäuel-Gehänge als Ausstellungsobjekt?

Um Platz zu sparen und schnell Zugriff zu haben – dieses "Knäuel-Gehänge" ist sehr praktisch, und erweckt irgendwie den Eindruck eines DIY-Ausstellungsobjektes: Wenn Garn benötigt, einfach mit der Schere einen Knäuel abschneiden. PS: Es sollte natürlich nicht der oberste sein.

Ein Knäuel-Gehänge als Ausstellungsobjekt?

Mittwoch, 21. Januar 2015

Wenn die Jazzknödel schmecken

Vor kurzem waren wir wieder mal ein Konzert, und zwar im Hotel Hirschen in Imst. Dort präsentieren einmal im Monat bei der Reihe "Jazzknödel" heimische Musiker im "Herrgottswinkel" der "Franz-Josef-Stubn" einen entspannten Abend. Ob fetzige Grooves, meditative Klangarrangements oder blues-angehauchte Stücke – für Liebhaber ist es immer ein feiner Ohrenschmaus. Freilich werden dabei auch diverse Gaumenfreuden kredenzt.

Bei den "Jazzknödel" in Imst ...

... ist die Atmosphäre immer angenehm.

Freitag, 16. Januar 2015

Schmale Vasen wollen die Elfer

Obacht – der Titel soll nicht den Eindruck erwecken, es würde sich um aufdringliche T(r)öpfe handeln, die sich bei einem Fußball-Strafstoß als ausführende Akteure egoistisch in den Vordergrund drängeln! Keineswegs! Unsere schmale Vase hat derzeit nur die Makramee Natura XI okkupiert. Und siehe da, die Blumenampel hat die "Schmale" harmonisch und liebevoll in ihr orientalisches Knotennetz aufgenommen. Beide sind nun ein Herz und eine Seele, schnüff ... Mehr Bilder dazu gibt es in unserem DaWanda-Shop canelpule.

Schmale Vasen wollen die Elfer.