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Freitag, 20. März 2015

Lecker! Mei selbstg'machter Eiersalat

Einfach lecker und rasch zubereitet! Mein Eiersalat (mit Bio-Eiern von unserem Bauern) besteht aus gekochten Karotten-Stückchen, 2 gehackten Essiggurken, etwas Schinken, Gouda und 2 Esslöffel leichter Majonaise (z.B. mit diesem Rezept). Gewürzt wird nur mit Salz und frisch geriebenen Pfeffer. Vielleicht noch einen Spritzer Weißwein-Balsamico-Essig zugeben – feddich! Bon appétit!

Lecker! Mei selbstg'machter Eiersalat.

Montag, 16. März 2015

Unsere kleine Makramee-Industriområde

So werden bei uns Makramee – oder wie es im Spanischen heißt: Macramé – Blumenampeln erzeugt. In Handarbeit am Vintage-Zebrastuhl. Da passt die Pink-Variante hin wie das Aug' zum Huhn. Fr. Khandro sagt, bei dieser Farbe bekäme sie Augenkrebs, wenn sie zu lange drauf starre. Mir tut das weniger etwas. Ich war vielleicht in meinem früheren Leben ein (mongolischer) Händler, der an der Seidenstraße einen kleinen Shop stehen hatte, und dort die Ampeln anpries. Ah! Jetzt erinnere ich mich wieder! Es war in der Nähe von Khotan! Hinter mir die Ausläufer des mächtigen Karakorum-Gebirgszuges, stand ich vor meinem Zelt, und verkaufte Blumenampeln. Man schrieb das Jahr 516 v. Chr., und es war ein wundervoller Frühlingsmorgen. In der Palme links trällerte eine Amsel. Plötzlich stand einer vor mir, in Hemdsärmeln und weinroter Robe. Meinte er doch: "Zwei Dinge sollst du meiden, o Wanderer: Die zwecklosen Wünsche und die übertriebene Kasteiung des Leibes." Eine seltsame Begebenheit, aus der ich viele Leben lang nicht schlau wurde. Heute scheint manches klarer, und ich sage mit den Worten Sokrates: "Wieviele Dinge gibt es doch, derer ich nicht bedarf." Garn schon.

Unsere kleine Makramee-Industriområde.


Aporie in einem Wiener Getränkemarkt, 2009

Aporie in einem Wiener Getränkemarkt, 2009

Montag, 9. März 2015

Ich bin ja eine Frau – ich bin ja ein Mann

Wir sind schon ein paar Stunden dran am Färben des Garns, der für unsere Blumenampeln bestimmt ist. Aber es macht auch Spaß, vor allem das händische Aufknäueln. Das machen wir zumeist zu zweit, einer hält mit beiden Händen den losen Garn, der andere knäuelt. Fr. Khandro macht das sehr gut und schnell, hat sie doch schon "1.500" Knäuel" in ihrem Leben aufgeknäuelt. "Außerdem bin ich ja eine Frau." Dass ich mit 51 Jahren noch lernte, wie man Blumenampeln im Makramee-Stil knüpft, ringt ihr aber trotz alledem ein bisschen Respekt ab. Zumindest lässt sie das ab und an mal schelmisch durchblicken. Mehr als ein anerkennendes Nicken würd' ich aber gar nicht beanspruchen wollen. "Ich bin ja ein Mann." grins.

Für das Färben muss zuerst der Naturgarn ausgewaschen werden.

Dann kommt Dylon-Textilfarbe mit Salz in die Kübel – und der Garn muss gerührt werden.

Nach dem Trocknen auf der Wäscheleine wartet der Garn auf's Aufknäueln.

Und so schaut es dann aus. PS: Der linke Grüne ist von mir geknäuelt (das erkennt man).

Donnerstag, 5. März 2015

Wenn sich ein Kunde freut, dann ...

... freut das natürlich auch uns! Kürzlich erhielten wir von einem Käufer aus Bielefeld, der ein Blumenampel bestellte, eine schöne Nachricht: "Ich bin sehr zufrieden und würde jederzeit wieder bei dir bestellen." Besonders toll und nett fand ich, dass mit der Nachricht ein Bild von der Blumenampel mitgeschickt wurde, wie sie jetzt in der Wohnung des Käufers hängt. Dafür möchte ich unserem Kunden nochmals ausdrücklich dafür danken – und auch für die Erlaubnis, dieses Bild hier auf diesen Blog veröffentlichen zu dürfen. Ein großes Danke, lieber Kunde!!

So hängt die Blumenampel in Bielefeld in der Wohnung. Foto: privat.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Das geheime Zirkeltraining der Hefebakterien

Das Leben eines kaltgeführten Germteiges ist ein Spezielles. Noch in der ersten Nacht döste meine zukünftige Pizza-Unterlage im Kühlschrank ohne sichtbaren Mucks vor sich hin. Aber am zweiten Vormittag traute ich meinen Augen nicht: Mein Teig war aufgewacht, und hatte sich auf die Socken gemacht. Dabei wurde gar nicht übermäßig viel Hefe verwendet, auf einen Kilo Mehl cirka 20 Gramm. Wenn es den Hefebakterien zu kalt wird, beginnen sie offenbar ein geheimes Zirkeltraining. What shalls! Ein kaltgeführter Pizzateig eignet sich optimal für eine Aufbewahrung, und kann bei gut gekühltem Zustand über einige Tage lang verwendet werden. Sofern er sich nicht zu weit vom Kühlschrank entfernt hat, und für seinen Herrn außer Rufweite ist. Wie etwa einmal bei meiner Großmutter, als er sich bereits über das Balkongeländer drüber weg gemacht hatte. So far, so good, so what!

Servas die Madln, was gibt es Neues ...

Ausgespäht und drübergelappt.

Und dieser Anblick erwartete mich beim Öffnen des Kühlschranks.

Freitag, 20. Februar 2015

Der Pesthauch der individuellen Identität

„Egozentrischen Argumentationen muss der Pesthauch der individuellen Identität genommen werden!“
Das war einer seiner Standardsätze. Als er diese Wortgranate einmal in einem bayrischen Braugasthof mit donnerndem Tonfall, begleitet von einem die Luft nach oben durchbohrenden Zeigefinger, in den Raum geschleudert hatte, erzitterte bei den abendessenden Gästen die Gabel vor dem offenen Mund. Monika liebte ihren Mann, aber wenn er auf Drogen war, konnte er unerträglich werden. Diesmal war es wieder soweit. (Textfragment aus meiner Kurzgeschichte "Der rote Joachim").


Sonntag, 15. Februar 2015

Ein Zebra-Hocker sorgt für Entwirrung

Mit Hilfe eines Zebra-Hockers: So kann der ursprünglich naturfarbene Baumwollspagat nach der Handfärbung wieder "aufgesponnen" (wenn man nur alleine ist) und anschließend wieder zu einem Knäuel zusammengerollt werden. Färben tun wir mit Dylon Textilfarbe. Das Färben selbst nehmen wir in Kübeln vor, wobei wir den Knäuel zuerst aufrollen, und ihn dann lose zusammenlegen. Das genaue "Aufspinnen" nach dem Trocknen ist wichtig, denn sonst hat man bald ein vollkommenes Durcheinander. Einmal habe ich nicht sauber aufgewickelt, sondern in der Badewanne einfach versucht, die Stränge nach eigenem Gutdünken zu entwirren. Das ging schief, ich brauchte eine Stunde, um aus dem Labyrinth zu entkommen ;)

Ein Zebra-Hocker sorgt für Entwirrung.


Mit Dylon Textilfarbe gefärbte Spagatknäuel.

So wurden die Knäuel für das Färben vorbereitet.

Dienstag, 10. Februar 2015

Wenn die Ziegen ins Tal getrieben werden

Bei uns in Tirol sind es meistens die Schafe und Kühe, die wegen des bevorstehenden Winters in das Tal gebracht werden. In Italien haben wir das im vorigen Dezember mit Ziegen erlebt. Bei unserem Aufenthalt in Bordo musste ich einmal nach Villadossola etwas Proviant einkaufen fahren, und bei der Rückfahrt auf den Serpentinen über der Stadt deutete mir eine Schäfer-Eskorte mit dem Auto links ranzufahren. Dann kamen sie, die Piemont-Ziegen. Wie man auf dem Foto erkennt, war es ein wunderschöner Tag bei Temperaturen um den Nullpunkt. Zwei Tage vorher hatte es im Antrona-Tal geschneit. Auch wenn der Schnee die Herde überrascht haben sollte: auf den Hängen sind die Temperaturen bei Sonneneinstrahlung doch gleich um einige Grad wärmer, und der Schnee schmilzt rasch dahin. Im Jänner habe ich im Internet recherchiert, gab es dort allerdings doch etliche Kälteeinbrüche mit mehr Schnee als die zwei Zentimeter im Dezember. Gut also für die Ziegen, dass sie den Heimweg angetreten sind.

Wenn die Ziegen ins Tal nach Villadossola getrieben werden.

Dienstag, 3. Februar 2015

Wandteppich als gemütliches Wohnaccessoire

Es müssen nicht immer Tapeten, Bilder oder ausgefallene Deko-Utensilien sein, die kahle Wände lebhaft oder gemütlicher machen. Dazu kann auch ein schöner Teppich dienlich sein, wie dieser hier auf dem Bild. Diesen haben wir an der Sitzfront bei der Küchenwand angebracht – und siehe da, schon wirkt der Raum heimeliger und wärmer. Vielleicht noch eine dezente Beleuchtung dazu, und dann kann man abends mal fein eine Tasse Tee in ansprechender Küchen-Atmosphäre schlürfen. Vorzugsweise vielleicht mit Blick auf den Teppich ;)

Ein Teppich sorgt in unserer Küche für Behaglichkeit.